Was sind ETFs?

Die Exchange Traded Funds, kurz ETFs sind börsennotierte Investmentfonds. Die wörtliche Übersetzung aus dem Englischen lautet: „börslich gehandelte Fonds“. Es gibt zwei verschiedene Arten von börsengehandelten Fonds: „Den passiven und den aktiven gemanagten Fonds“.

Ein passiver Exchange Traded Funds bildet allein einen Index möglichst exakt nach, wie zum Beispiel den DAX. Diese Version ist sehr objektiv und frei von Fehlentscheidungen eines Fondmanagers. Der Fonds folgt exakt den Bewegungen des jeweiligen Indizes, den er nachbildet. Ein aktiver Exchange Traded Funds wird von einem Fondmanager erstellt und individuell angepasst. Er versucht durch seine Aktienauswahl den Index möglichst zu schlagen.

Der Starinvestor Warren Buffett empfiehlt selbst die kostengünstigen Indexfonds als Kapitalanlage. Der Grund ist der folgende, die meisten Fondmanager nehmen zu hohe Gebühren und erbingen mttelmäßiger bis geringe Rendite für ihre Anleger.

Geschichte der Exchange Traded Funds

Die Geschichte der ETFs beginnt Anfang der 1970er Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Investoren erkannten allmählich, dass es fast unmöglich erscheinte die Benchmark durch Stockpicking (Investieren in einzelne Aktien) zu übertreffen. 1971 entwerfen die zwei Banker William Sharp und Bill Fouse der US-Bank Wells Fargo den ersten Indexfonds für institutionelle Investoren. Dieses Exchange Traded Funds basierte auf der Idee einen ganzen Markt abzubilden. Der Samsonite Pension Funds bildete 1.500 börsennotierte Unternehmen der New York Stock Exchange ab. 1976 entwickelten John Bogle und Burton Malkiel den ersten Indexfonds für Privatanleger. In den Vanguard 500 können auch noch heutzutage Anleger investieren. Beginn der 1980er Jahre wird es institutionellen Investoren durch den Programmhandel und Futures ermöglicht, große Aktienkörbe zu kaufen und zu verwalten.

1988 emittierte die luxembourgische Commerzbank-Tochter den ersten Indexfonds „CB German Index Fund“ für institutionelle Investoren in Deutschland. Im Jahre 1990 wird der Zulassungsprozess für die Exchange Traded Funds im Gang gesetzt. Aber es brauchte noch ganze 10 Jahre bis der erste Indexfonds für Privatanleger in Deutschland emittiert wurde. Im April 2000 war dies der Fall. Seit dem entwickelte sich dieses Finanzprodukt stetiger Beliebtheit bei den deutschen Anlegern.

Vorteile von ETFs

  1. Niedrige laufende Kosten
  2. Breite Streuung des Anlagekapitals
  3. Sekundenschneller Handel
  4. Einfache und jederzeit nachvollziehbare Preisermittlung
  5. Hoher Anlegerschutz

Nachteile von ETFs

  1. Keine Outperformance möglich (Der Indexfonds kann nicht besser abschneiden als der Markt)
  2. Kontrahentenrisiko (ETF-Handel auf Basis eines Tauschgeschäftes; auch Swap genannt)
  3. Steigende Anzahl an ETFs senkt die Transparenz

Arten von ETFs

In den letzten Jahren hat sich die Welt der Exchange Traded Funds sehr verändert. Heute stehen die ETFs in jeder Anlageklasse dem Anleger zur Verfügung. Die meisten Privatanleger kennen die Indexfonds, die die Aktienmärkte oder Anleihenmärkte wiederspiegeln. Besonders nach der Immobilienblase von 2008 wünschten sich Investoren und Emittenten eine transparentere und liquidere Form der Anlage in Immobilien. Durch die Einführung von börsengehandelten Immobilienaktien (REITs) gelang es eine Anlageklasse zu entwickeln, die genauso einfach zu handeln waren wie Aktien von Unternehmen. Aber auch auf den Rohstoffmärkten hat sich in den letzten Jahren viel getan. Mittlerweile existieren EFTs auf bestimmte Rohstoffindizes wie zum Beispiel auf Gold und Silber, aber auch auf Vieh und Agraprodukte. Diese Entwicklung wird sicherlich noch einige Jahren voranschreiten und wir werden in der Zukunft auf neue ETF-Variationen treffen.