Joel Greenblatt ist einer der erfolgreichsten Investoren der Welt. Er hat in einem Zeitraum von 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 40 % pro Jahr erwirtschaften können. Greenblatt ist vor allem bekannt durch seinen Investmentbestseller „Die Börsen Zauberformel – Wie Sie den Markt mit Leichtigkeit schlagen*. Er konzentriert sich besonders auf Unternehmen mit überdurchschnittlicher Qualität, die aber an der Börse unter ihren Wert notieren.

Persönliches Profil

Joel Greenblatt ist 1957 auf Long Island, New York geboren. Er studierte an der Wharton Business School und schloss mit dem Bachelor of Science und den Master of Business Administraion sein Studium erfolgreich ab. Im Jahre 1985 gründete er mit 7 Milliarden US-Dollar von privaten Investoren seinen eigenen Hedge Fund und nannte ihn „Gotham Capital“. Es ist ein Spitzname seiner Heimatstadt New York City.

1995 nachdem er in den letzten 10 Jahren eine durchschnittliche Rendite von 50 % erzielen konnte, beschloss Joel Greenblatt das externe Kapital an seine Investoren auszuzahlen, um ausschließlich mit seinem Vermögen weiter zu machen. Noch heute arbeitet er mit seinem Fond und investiert allein mit seinem Privatvermögen in Aktien. Er betreibt unter anderem eine Website, speziell für das Sammeln von Investmentideen. Jede Person kann auf der Website „Value Investor Club“ seine Ideen präsentieren und sich mit anderen Nutzern austauschen. Joel Greenblatt unterrichtet außerdem als Adjunct-Professor an der Columbia Business School in New York City.

Investmentphilosophie

Die Strategie von Joel Greenblatt ist eigentlich sehr simpel. „Kaufe gute Aktien, wenn sie im Angebot sind“. Ein gutes Unternehmen ist in seiner Vorgehensweise, ein Unternehmen das viel Geld verdient. Unter sonst gleichen Bedingungen gilt das Greenblatt ein Unternehmen, dass 100.000 Euro verdient auf einer Investition von 200.000 Euro besser findet als ein Unternehmen das 200.000 Euro verdient auf einer Investiiton von 2.000.000 Euro. Greenblatts Vorliebe bezieht sich auf Unternehmen, die relativ viel verdienen. Oft scheint es, dass diese Unternehmen über Wettbewerbsvorteile verfügen, wobei die hohe Rentabilität in einem größeren oder geringeren Ausmaß als strukturell betrachtet werden kann. Um feststellen, ob es wirklich so ist, muss dieses Unternehmen näher untersucht werden.

Um festzustellen, ob die Aktien auch günstig genug sind, sieht Greenblatt , unter anderem an der Gewinnrendite. Mit normalisierten Zahlen wird eine Korrektur für Einmaleffekten (wie der Verkauf eines Unternehmens) angewendet, das zeigt vor allem ein besseres Bild von der Betriebssituation. Die Gewinnrendite hat eine vergleichbare Eigenschaft wie das bekanntere Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), aber es gibt ein besseres Bild ab, weil vor allem Anpassungen für die Bilanzposition gemacht werden. Und bei der Gewinnrendite wird mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern gearbeitet, wodurch die Zahlen besser zu vergleichen sind.

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