Philip Fisher war einer der einflussreichsten Investoren aller Zeiten. Seine Anlagephilosophien, die in seinem Investmentklassiker „Die Profi-Investment-Strategie„ (1958)* notiert sind, sind heute noch relevant und werden von Investmentprofis umfassend untersucht und angewandt. Es war das erste Investmentbuch, das jemals in die Bestsellerliste der New York Times schaffte.

Persönliches Profil

Philip Fishers Karriere begann im Jahr 1928 als Wertpapieranalyst bei der Anglo-London Bank in San Francisco zu arbeiten. Er wechselte kurzzeitig zu einer Börsenfirma, bevor er 1931 seine eigene Firma namens Fisher & Company gründete. Er leitete die Geschäfte des Unternehmens bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1999 mit einem Alter von 91 Jahren. Fisher realisierte für seine Mandanten außergewöhnliche Investmentgewinne.

Philip Fisher begann schon fünfzig Jahre bevor der Name Silicon Valley bekannt wurde, sich auf innovative Unternehmen zu spezialisieren. Diese Firmen wurden durch Forschung und Entwicklung angetrieben. Er praktizierte langfristige Investments und bemühte sich große Unternehmen zu vernünftigen Preisen zu kaufen. Philip war eine sehr zurückhaltende Person. Er gab wenige Interviews und war sehr selektiv bei der Auswahl seiner Mandanten. Sein Name wurde erst durch die Veröffentlichung seines Buches im Jahre 1958 bekannt.

Investmentphilosophie

Fisher erzielte einen hervorragenden Rekord während seines 70-jährigen Bestehens als Investor, indem er in gutgeführte und qualitativ hochwertige Wachstumsunternehmen investierte, die er auf lange Sicht in seinem Portfolio hielt. Zum Beispiel kaufte er im Jahr 1955 Motorola-Aktien und hielt diese bis zu seinem Tode im Jahr 2004.

Seine berühmten “fünfzehn Punkte, um eine Stammaktie zu finden” wurden in zwei Kategorien unterteilt: Management-Qualitäten und Unternehmensmerkmale. Zu den wichtigen Qualitäten des Managements gehören Integrität, konservative Buchhaltung, Zugänglichkeit und gute langfristige Aussichten, offen für Veränderungen, ausgezeichnete Finanzkontrollen und gute Personalpolitik.

Die wichtigen Unternehmensmerkmale wären eine Wachstumsorientierung, hohe Gewinnmargen, hohe Kapitalrendite, Engagement für Forschung und Entwicklung, überlegene Vertriebsorganisation, führende Branchenposition und eigene Produkte oder Dienstleistungen.

Philip Fisher forschte weit und breit nach Informationen über ein Unternehmen. Ein scheinbar simples Werkzeug, was er „Scuttlebutt“ (Gerücht) oder „Business Grapevine“ (Gerüchteküche) nannte, war seine Technik für die Auswahl eines Unternehmens.

Er widmete eine beträchtliche Anzahl an Kommentaren zu diesem Thema in seinem Buch “Die Profi-Investment-Strategie*. Er war hervorragend im Networking und nutzte alle Kontakte, die er aufbringen konnte, um Informationen und Aussichten von einem Unternehmen zu sammeln. Philip Fisher betrachtete diese Methode der Erforschung eines Unternehmens als äußerst wertvoll.

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