Investmentsteuergesetz – Reform 2018

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Investmentsteuergesetz
Quelle: pixabay.com/yourschantz

Investmentsteuergesetz

Ab dem 01.01.2018 tritt das neue Investmentsteuergesetz in Kraft und damit ändert sich die Besteuerung von Investmentfonds, die insbesondere für Privatanleger Änderungen mit sich bringt. Darunter fallen auch die Exchange Traded Funds, abgekürzt ETFs.

Ab diesem Zeitpunkt unterliegen Investmentfonds selbst mit ausgewählten inländischen Einkünften (insbesondere inländische Dividenden und Einkünfte aus inländischen Immobilien) der Körperschaftsteuer (Steuersatz von 15%).

Auf Anlegerebene erfolgt bei der Ausschüttung oder Thesaurierung von Erträgen sowie bei der Veräußerung der Fondsanteile grundsätzlich eine weitere Besteuerung mit der Abgeltungsteuer (Steuersatz von 25%). Allerdings werden hierbei Teile der Erträge in Abhängigkeit von der Kategorie des Investmentfonds (Aktien-, Misch- oder Immobilienfonds) steuerfrei belassen. Auf diese Weise soll die Doppelbesteuerung (beim Investmentfonds und zusätzlich beim Anteilseigner) vermieden werden.

Zur Abwicklung des Übergangs auf das neue Besteuerungssystem gelten bestehende Anteile an Investmentfonds steuerlich zum 31.12.2017 fiktiv als veräußert und gleichzeitig wieder als neu angeschafft. Der hieraus entstehende fiktive Gewinn ist steuerfrei, soweit die Investmentanteile ursprünglich vor dem 01.01.2009 von Privatpersonen angeschafft wurden. Bei Anschaffungen ab dem 01.01.2009 ist ein aus dieser fiktiven Veräußerung entstehender Gewinn steuerpflichtig, aber die Zahlung der Steuer erfolgt erst bei der tatsächlichen Veräußerung der Fondsanteile.

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Nach der bis zum 31.12.2017 geltenden Regelung sind Veräußerungsgewinne aus Fondsanteilen, die vor dem 01.01.2009 angeschafft wurden (sogenannte Altanteile), steuerfrei. Diese Steuerbefreiung entfällt mit Wirkung für zukünftige Wertsteigerungen. Die ab dem 01.01.2018 erzielten Wertsteigerungen der Altenteile unterliegen zukünftig der Besteuerung nach den oben genannten Regeln, es wird jedoch ein Freibetrag von 100.000 € gewährt. Die bis zum 31.12.2017 erzielten Wertsteigerungen bleiben dagegen steuerfrei.

Einfacher ausgedrückt

Ich erkläre es dir hier noch einmal in verständlicher Form. Der steuerliche Status von Fondsbeteiligungen wird bei den jeweiligen Anlegern zum 31.12.2017 festgeschrieben. Damit blieben bis zum 31.12.2017 eingetretene Kurssteigerungen aus vor dem 01.01.2009 erworbenen Fondsanteilen steuerfrei. Ab dem 01.01.2018 erzielte Wertsteigerungen dieser Fonds werden dagegen steuerpflichtig, soweit sie einen Freibetrag von 100.000 € übersteigen. (Wenn Du mehr über die Investmentsteuerreform wissen möchtest, dann besuche die Website des Bundesfinanzministeriums).

Falls du mehr über die Besteuerung von ETFs erfahren möchtest, dann kann ich die folgenden Artikel „Die Besteuerung von ETFs ab 2018 (mit 6 Fallbeispielen)“ von Dr. Holger Grehte; er verwaltet die Website zendepot!

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