Was ist Value Investing?

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Value Investing
Quelle: iStock.com/phototechno

Value Investing

Es ist im Grunde genommen eine ganz einfache Frage, die sich auch einfach beantworten lässt. Aber du solltest vorab wissen was Value Investing nicht ist.

Spekulation ist der Akt des Kaufs eines Vermögenswertes ohne Rücksicht auf seinen tatsächlichen inneren Wert. Der Spekulant hofft auf einen steigenden Kurs, um in der Zukunft für seine Aktien einen höheren Verkaufspreis verlangen zu können, als er ursprünglich bezahlt hat. Spekulation ist die absolute Antithese von Value Investing.

Die technische Analyse ist eine Methode zur Bewertung von Wertpapieren durch die Analyse von Statistiken, die durch Marktaktivitäten, Handelsvolumen und historischen Kursbewegungen erstellt wird. Die Analysten versuchen nicht den inneren Wert eines Unternehmens zu ermitteln, sondern verwenden stattdessen Diagramme und andere Werkzeuge, um ein Muster zu identifizieren, das zukünftige Kursbewegungen aufspüren soll. Value Investoren verwenden für ihre Bewertung von Aktien bzw. Unternehmen die Fundamentalanalyse.

Benjamin Grahams Sicherheitsspanne

Grahams Sicherheitsmarge ist ein einfaches und leicht verständliches Konzept der Geldanlage. Wie Graham schon zu seinen Lebzeiten sagte, „erkennen alle erfahrenden Investoren an, dass das Sicherheitsmarge-Konzept für die Wahl einer Anleihe unerlässlich ist.“ Zum Beispiel, wenn du in eine Anleihe investieren möchtest, möchtest du auch sicherstellen, dass das Unternehmen genügend Geld verdient, um die Zinsen der Anleihe zahlen zu können. Der Cashflow sollte die Zinszahlungen und andere fixe Gebühren dreimal, viermal oder sogar fünfmal jedes Jahres decken können.

Genau diese Fähigkeit, Geld über den Zinsanforderungen hinaus zu verdienen, stellt die Sicherheitsmarge dar. Die zum Schutz der Anleger gegenüber Verluste oder Unannehmlichkeiten bei einem zukünftigen Rückgang des Nettoeinkommens gezählt wird.

Eine Bank würde dir auch kein Geld leihen, wenn du nur monatlich die Zinsen bezahlen könntest. Sie wollen auch eine Sicherheit haben, falls etwas in der Zukunft schief geht. Zum Beispiel du verlierst deinen Job oder du wirst sehr krank.

Benjamin Graham nahm dieses einfache Konzept und wandte es bei allen Vermögenswerten, einschließlich Aktien an.

Die Funktion der Sicherheitsmarge besteht im Grunde darin, eine genaue Einschätzung der Zukunft unnötig zu machen. Wenn die Marge groß genug ist, dann reicht es aus, dass die zukünftigen Erträge nicht weit unter die Erträge der Vergangenheit fallen, damit ein Anleger ausreichend gegen den Wandel der Zeit geschützt ist.

Intelligent Investieren: Der Bestseller über die richtige Anlagestrategie
  • Benjamin Graham
  • Herausgeber: FinanzBuch Verlag
  • Auflage Nr. 6 (03.05.2013)
  • Gebundene Ausgabe: 640 Seiten

Letzte Aktualisierung am 16.08.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Philip Fishers Profi-Investment-Strategie

Philip Fisher der Gründervater des Growth Investing verfolgte eine Weiterentwicklung des Value Investing. Fishers Investmentphilosophie hat einen ganz anderen Ansatz als der Grahams. Fisher legte den Grundstein für die Identifizierung von Unternehmen mit dem Potenzial für langfristiges Wachstum. Er zog es vor, eine kleine Anzahl von Qualitätsaktien in seinem Portfolio zu halten. Philip entwickelte einen „15-Punkte-Plan, um eine Stammaktie zu finden!“ Seine fünfzehn Punkte geben einen qualitativen Einblick in ein Unternehmen. Philip Fisher möchte herausfinden, ob das Unternehmen ein Teil seines Kapitals in die Forschung und Entwicklung von Produkten investiert, ob eine gute Produktlinie und ein hervorragendes Management vorhanden sind. Damit das Unternehmen ein Jahrzehnte langes Wachstum liefern kann.

15-Punkte-Plan, um eine Stammaktie zu finden!
Auf folgende Fragen möchte Philip eine Antwort haben:
  1. Bietet das Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen an, deren Marktpotenzial zumindest für einige Jahre nennenswerte Umsatzsteigerungen möglich macht?
  2. Ist das Management entschlossen, kontinuierlich Produkte oder Prozesse zu entwickeln, die das Umsatzpotenzial insgesamt weiter steigern, auch nachdem das Wachstumspotenzial gegenwärtig attraktiver Produktlinien zum großen Teil erschöpft ist?
  3. Wie effektiv sind die Aktivitäten eines Unternehmens im Bereich Forschung und Entwicklung im Verhältnis zu seiner Größe?
  4. Verfügt das Unternehmen über eine überdurchschnittliche Vertriebsabteilung?
  5. Weist das Unternehmen eine lohnende Gewinnspanne auf?
  6. Was tut das Unternehmen, um seine Gewinnspanne aufrechtzuerhalten oder zu verbessern?
  7. Sind die industriellen Beziehungen und die Personalführung des Unternehmens hervorragend?
  8. Ist das Klima in der Führungsetage des Unternehmens optimal?
  9. Ist das Management des Unternehmens ausreichend tief gestaffelt?
  10. Wie gut sind Rechnungswesen und Finanzbuchhaltung?
  11. Gibt es weitere branchenspezifische Aspekte, die dem Anleger wichtige Hinweise auf die Wettbewerbsposition des Unternehmens geben können?
  12. Orientiert sich das Unternehmen auf kurzfristige oder auf langfristige Gewinne?
  13. Wird das Wachstum des Unternehmens in der näheren Zukunft ein solches Ausmaß an Aktienfinanzierung erfordern, dass die größere Zahl der dann im Umlauf befindlichen Aktien den Nutzen des Altaktionärs aus dem antizipierten Wachstum minimieren wird?
  14. Äußert sich das Management in guten Zeiten freimütig gegenüber Investoren, wird aber verschlossen, wenn es zu Schwierigkeiten und Enttäuschungen kommt?
  15. Ist das Management des Unternehmens integer?

John Williams Innerer Wert

John Burr Williams war ein Wirtschaftswissenschaftler des 20. Jahrhunderts, der als Gründer und Entwickler der Fundamentalanalyse bekannt wurde. Bei dieser Analyse wird der innere Wert eines Unternehmens widergespiegelt. Seine Investmentphilosophie gab er in seinem Buch „The Theory of Investment Value“, basierend auf seiner Doktorarbeit wider. Williams promovierte an der Harvard University. Der innere Wert eines Unternehmens wird gemessen am Gegenwartswert seiner wahrscheinlichen künftigen Cashflows, konservativ festgelegt wird, wobei aktuelle Daten verwendet werden. Dieses Prinzip umfasst die Erkenntnis, dass ein Dollar/Euro, den man heute in Händen hält, mehr wert ist als ein Dollar/Euro, den man in der Zukunft bezahlt.

Warren Buffett – das Gesamtpaket

Warren Buffett besitzt das sogenannte Gesamtpaket des Investmentwissen, was die drei anderen Investoren entwickelt haben. Buffett hat das Value Investing durch das Studium unter Graham an der Columbia University und durch die Tätigkeit als Analyst in deren Firma perfektionieren können. Er ist der perfekte und erfolgreichste Investor. Warren praktiziert eine gebündelte Methode des Value Investing. Er nennt die Methode ganz schlicht und einfach „Investieren“ und betrachtet den Modifikator „Wert“ als redundant. Value Investing ist bei Warren Buffett die Analyse von Unternehmen innerhalb des jeweiligen Kompetenzbereichs mit dem Ziel, diejenigen herauszufiltern, deren Gewinn auf zusätzlich eingesetztes Kapital im Vergleich zu den Kapitalkosten hoch ist, und mit dem Ziel, in diejenigen Unternehmen zu investieren, die am günstigsten zu haben sind.

Hast Du irgendwelche Fragen zum Thema „Was ist Value Investing?“ Dann lass sie uns in den Kommentaren hören!

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2 Kommentare

    • Hallo Alexander,

      Herzlichen Dank für die Aufnahme in deinem Finanzblogroll. Das freut mich sehr.
      Ich wünsche dir auch viel Erfolg und viel Spaß mit deiner Website.

      Freundliche Grüße
      A.Kelm

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