Sollte ich in Immobilien oder Aktien investieren?

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Immobilien oder Aktien
Quelle: pexels.com

Immobilien oder Aktien – Was ist die bessere Wahl. Darüber streiten sich Experten seit langer Zeit. Hier erfährst du die Wahrheit über diese beiden Investmenttypen.

Immobilien oder Aktien?

Die Frage: „Was ist eine bessere Investition – Immobilien oder Aktien?“ Ist wie die Frage, ob Schokolade oder Vanille überlegen sind oder ob ein Aston Martin besser ist als ein Bentley. Es gibt wirklich keine Antwort, da vieles von deiner Persönlichkeit, deinen Vorlieben und deinem Stil abhängt. Es kommt auch auf die Besonderheiten der einzelnen Investition an.

Nur sehr wenige Aktien hätten es geschafft eine Strandimmobilie in Kalifornien in den 1970 zu kaufen, indem sie viel Geld liehen und dann zwanzig Jahre später Geld verdient hätten. Kaum eine Immobilie hätte die erzielten Renditen übertreffen können, wenn du in Aktien von Microsoft, Johnson & Johnson, Walmart, Berkshire Hathaway, Procter & Gamble oder Southwest Airlines investiert hättest, insbesondere wenn du deine Dividenden reinvestiert hättest. Die Antwort ist also nicht so einfach, wie es scheint.

Betrachten wir zunächst jede Art von Investition jeweils für sich:

Immobilien: Wenn du in Immobilien investierst, kaufst du physisches Land oder Eigentum. Manche Immobilien kosten dir jeden Monat Geld, da du sie besitzt. Denke zum Beispiel an ein freies Grundstück, dass du eines Tages an einen Bauträger verkaufen möchtest, für Steuern und Instandhaltung musst du jedoch Bargeld aus eigener Tasche aufbringen. Manche Immobilien generieren Geld. Denke dabei beispielsweise an ein Wohnhaus, Miethäuser oder ein Einkaufszentrum, wofür die Mieter dir monatlich Miete überweisen und du damit die Ausgaben bezahlst und die Differenz als Gewinn einsteckst.

Aktien: Wenn du Aktien kaufst, kaufst du ein Stück eines Unternehmens. Unabhängig davon, ob das Unternehmen Eistüten herstellt, Möbel verkauft, Motorräder herstellt, Videospiele entwickelt oder Steuerdienstleistungen erbringt, hast du Anspruch auf einen etwaigen Teil des Gewinns für jede Aktie, die du besitzt. Wenn ein Unternehmen 1.000.000 ausstehende Aktien im Umlauf hat und du 10.000 Aktien besitzt, besitzt du 1 Prozent des Unternehmens. Die Wall Street lässt es weitaus komplizierter erscheinen als es ist. Der Aufsichtsrat des Unternehmens, der von Aktionären wie dir gewählt wird, um die Geschäftsführung zu überwachen, entscheidet wie viel des Gewinns jedes Jahr in die Expansion reinvestiert und wie viel als Bardividende ausgezahlt wird.

Schauen wir uns nun die Vor- und Nachteile der beiden Investmentgruppen an, um sie besser zu verstehen.

Investieren in Immobilien

Vorteile Nachteile
Die meisten Menschen können mit Immobilien als Investitionsform mehr anfangen als mit Aktien. Viel mehr Arbeit als eine Investition in Aktien.
Eine Immobilieninvestition ist greifbar, man kann sie anfassen (und darin leben). Kann dir jeden Monat bares Geld kosten, wenn deine Immobilie nicht vermietet ist.
Es ist einfacher einen Betrug durch Immobilien zu vermeiden. Der Anstieg des Immobilienwerts nimmt unter Berücksichtigung der Inflationsrate in der Realität kaum zu.
Schulden (Leverage) sind bei Immobilien sicherer als bei Aktien.  
Immobilien haben in der Vergangenheit als effektive Absicherung gegen Inflation gedient.  

5 Vorteile beim Investieren in Immobilien

  1. Immobilien sind für die Unter- und Mittelschicht oftmals eine bequemere Investition, da sie damit aufgewachsen sind (genau wie die Oberschicht in ihrer Kindheit und Jugend oft etwas über Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere gelernt hat). Es ist wahrscheinlich, dass die meisten Leute ihre Eltern über die Wichtigkeit eines „Eigenheims“ sprechen hörten. Das Ergebnis ist, dass sie offener für den Kauf von Immobilien sind als gegenüber vielen anderen Investitionsarten.
  2. Wenn du in Immobilien investierst, investierst du in etwas Greifbares. Du kannst es sehen, fühlen, mit deinen Freunden vorbeifahren, aus dem Fenster zeigen und sagen: „Das gehört mir.“ Für manche Menschen ist das psychologisch wichtig.
  3. Immobilienbetrug ist schwieriger als Aktienbetrug, wenn du deine Hausaufgaben machst, weil du physisch auftauchen kannst. Das heißt, dass du deine Immobilie inspizieren, eine Hintergrundüberprüfung der Mieter durchführen musst und sicherstellen kannst, dass das Gebäude tatsächlich vorhanden ist, bevor du es kaufst und renovierst. Bei Aktien muss man dem Management und den Wirtschaftsprüfern vertrauen.
  4. Der Einsatz von Fremdkapital (Leverage) zur Immobilienfinanzierung kann weitaus sicherer strukturiert werden als der Einsatz von Fremdkapital beim Kauf von Aktien. Besonders beim Daytrading kann es sich fatal auf dein Vermögen auswirken.
  5. Immobilieninvestitionen sind traditionell eine hervorragende Absicherung gegen einen Kaufkraftverlust des Euros (oder jeder anderen Landeswährung).

3 Nachteile beim Investieren in Immobilien

  1. Immobilien sind im Vergleich zu Aktien sehr arbeitsintensiv. Du musst mit den Mitternachtstelefonaten über explodierendes Abwasser in einem Badezimmer, Gaslecks, die Möglichkeit, wegen einer schlechten Planke auf der Veranda angeklagt zu werden, und einer ganzen Reihe von weiteren Dingen fertig werden, an die du wahrscheinlich nie gedacht hast. Auch wenn du einen Immobilienverwalter beauftragst, sich um deinen Immobilienbestand zu kümmern, sind gelegentliche Besprechungen und Kontrollen erforderlich.
  2. Immobilien können dir jeden Monat viel Geld kosten, wenn die Immobilie nicht vermietet ist. Des Weiteren musst du immer noch Steuern, Instandhaltungskosten, Nebenkosten, Versicherungen und mehr bezahlen. Wenn du also aufgrund von Faktoren, auf die du keinen Einfluss hast, mit einer überdurchschnittlichen Leerstandsquote konfrontiert bist, musst du jeden Monat mehr Geld verdienen!
  3. Sicherlich weißt du, dass der tatsächliche Wert von Immobilien inflationsbereinigt kaum ansteigt (es gibt natürlich Ausnahmen). Dies wird durch die Hebelkraft – auch Leverage-Effekt genannt – ausgeglichen. Stell dir vor, du kaufst eine Immobilie im Wert von 300.000 Euro, indem du 60.000 Euro aus eigenen Mitteln bereitstellst und die anderen 240.000 Euro dir von der Bank ausleihst. Wenn die Inflation um 3 Prozent ansteigt, weil die Regierung mehr Geld druckt und jetzt jeder Euro weniger wert ist, steigt der Wert des Hauses auf 309.000 Euro. Dein tatsächlicher „Wert“ des Hauses hat sich nicht geändert, aber nur die Anzahl der Euros, die du für den Kauf benötigst. Da du jedoch nur 60.000 Euro investiert hast, bedeutet dies eine Rendite von 9.000 Euro auf 60.000 Euro. Das sind 15 Prozent Rendite. Die 3-prozentige Inflation bedeutet 12 Prozent an realen Gewinnen, vor Berücksichtigung der laufenden Kosten für die Immobilie. Das macht Immobilien so attraktiv.

Investieren in Aktien

Vorteile Nachteile
Die über 100-jährige Geschichte des Aktienmarktes zeigt, dass Aktien für den Vermögensauf- und -ausbau eine gute, weil auch konstante, Methode darstellen. Erfolgreiche Aktieninvestitionen erfordern einen emotionslosen Ansatz, der für die Mehrheit der Anleger schwierig ist.
Du kannst einen Teil eines Unternehmens (über Aktien) besitzen, ohne irgendwelche Arbeiten ausführen zu müssen. Die Aktienkurse können kurzfristig sehr stark schwanken, was unerfahrene Anleger beunruhigen kann.
Wenn du Aktien eines Unternehmens besitzt, das Dividenden zahlt, können sowohl dein Aktienkurs als auch dein Dividendenbetrag im Laufe der Zeit steigen. Dividendenausschüttende Aktien können den Eindruck vermitteln unter seitwärts gerichteten Marktbedingungen, dass kein weiteres Wachstum realisiert worden ist.
Du kannst mit Aktien viel einfacher diversifizieren als mit Immobilien, insbesondere mit Investmentfonds.  
Aktieninvestments sind sehr liquide, so dass dein Geld nicht für Wochen oder Monate blockiert ist.  
Der Wert einer Aktie kann leichter ermittelt werden als der Wert einer Immobilie.  

6 Vorteile beim Investieren in Aktien

  1. Mehr als 100 Jahre Forschung haben gezeigt, dass der Kauf von Aktien, die Reinvestition und das langfristige Halten der Dividenden trotz aller Crashs die größten Treiber für den Vermögensauf- und -ausbau in der Geschichte der Welt darstellen. In Bezug auf andere Anlageklassen geht nichts über den Unternehmensbesitz (Denke daran: Wenn du eine Aktie kaufst, kaufst du ein Stück eines Unternehmens).
  2. Im Gegensatz zu einem kleinen Unternehmen, dass du selbst gründest und verwaltest, erfordert dein Besitz von Unternehmen über Aktien keine Arbeit von deiner Seite (außer die Analyse jedes Unternehmens, um festzustellen, ob es für dich auch wirklich das richtige für eine Investition darstellt). In der Zentrale gibt es professionelle Manager, die das Unternehmen leiten. Du kannst von den Ergebnissen des Unternehmens profitieren, musst jedoch nicht jeden Tag zur Arbeit erscheinen.
  3. Hochwertige Aktien steigern nicht nur ihre Gewinne von Jahr zu Jahr, sondern auch ihre Bardividenden. Dies bedeutet, dass du jedes Jahr größere Überweisungen erhältst, wenn die Einnahmen des Unternehmens steigen. Wie das Fortune Magazin ausführte: „Wenn du eine einzelne Aktie von Johnson & Johnson gekauft hättest, als das Unternehmen 1944 zum IPO-Preis von 37,50 USD an die Börse ging und die Dividenden reinvestiertest, hättest du jetzt etwas mehr als 900.000 USD.“  Das ist eine beeindruckende jährliche Rendite von 17,1 Prozent. “ Darüber hinaus würden dir rund 34.200 US-Dollar pro Jahr in bar als Dividenden ausschüttet werden! Das ist Geld, das einfach weiter in dein Leben kommen würde, ohne etwas zu tun!
  4. Es ist viel einfacher zu diversifizieren, wenn du in Aktien investierst, als wenn du in Immobilien investierst. Mit einigen Investmentfonds kannst du schon zwischen 50 Euro und 100 Euro pro Monat investieren. Immobilien erfordern wesentlich mehr Geld.
  5. Aktien sind weitaus liquider als Immobilien. Während der regulären Handelszeiten an den Finanzmärkten kannst du deine gesamte Position innerhalb von Sekunden verkaufen. Möglicherweise musst du Immobilien für Tage, Wochen, Monate oder in extremen Fällen Jahre auflisten, bevor du überhaupt einen Käufer findest.
  6. Der Wert einer Aktie ist viel leichter zu bestimmten als den Wert einer Immobilie. Du kannst den aktuellen Aktienkurs deines Unternehmens sekündlich ermitteln. Um den Wert einer Immobilie zu ermitteln, benötigest du erfahrene Gutachter und Immobilienmakler. Des Weiteren sind der Zustand und die Lage der Immobilie weitere Faktoren, die den Wert einer Immobilie beeinflussen können.

3 Nachteile beim Investieren in Aktien

  1. Trotz der Tatsache, dass Aktien nachweislich langfristig zu mehr Wohlstand führen, sind die meisten Anleger zu emotional, undiszipliniert und unbeständig, um von ihnen zu profitieren. Sie verlieren am Ende Geld aufgrund psychologischer Faktoren. Ein typisches Beispiel: Während des jüngsten Zusammenbruchs der Finanzkrise 2007-2009 forderten bekannte Finanzberater die Leute auf, ihre Aktien zu verkaufen, nachdem der Markt um 50 Prozent gefallen war. Aber genau zu diesem Zeitpunkt hätten sie kaufen sollen.
  2. Der Aktienkurs kann kurzfristig extrem schwanken. Deine 40-Euro-Aktie kann auf 10 Euro fallen oder auf 80 Euro steigen. Wenn du  dir jedoch deiner Sache sicher bist und weißt, woran du mit deinen Aktien von einem guten Unternehmen bist, sollte dies dich nicht im Geringsten stören. Du kannst die Gelegenheit nutzen, um mehr Aktien zu kaufen, wenn du meinst, dass sie zu günstig gehandelt werden oder Aktien zu verkaufen, wenn du meinst, dass sie zu teuer gehandelt werden.
  3. Auf dem Papier sehen Aktien möglicherweise nicht so aus, als hätten sie während der letzten zehn Jahre oder länger dem Trend der Seitwärtsbewegungen auf dem Markt entgehen können. Dies ist jedoch häufig eine Illusion, da die Charts nicht den wichtigsten langfristigen Werttreiber für Anleger berücksichtigen: Die reinvestierten Dividenden. Wenn du die Dividenden dafür verwendest, mehr Anteile von entsprechenden unternehmen zu kaufen, dann wirst du langfristig noch größere Dividendenzahlungen erhalten.
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